Das war die 22. Horváth & Partners Planungsfachkonferenz

Blick aus dem Cockpit: Alles so schnell hier! Die 22. Planungsfachkonferenz 03. Dezember 2020 findet als Webkonferenz statt

„In ruhigen Gewässern kann jeder navigieren – im Sturm zeigen sich die Qualitäten wahrer Lenker“, leitet Michael Kappes, Partner bei Horváth & Partners die 22. Planungsfachkonferenz ein und erinnert im selben Atemzug daran, dass es eine Vielzahl von Mitteln und Wegen gibt, um stabil und mit einer Handbreit Wasser unterm Kiel durch unruhige Zeiten zu kommen. Aber: „Es gibt keine One-Size-Fits-All-Lösung für die Herausforderungen, mit denen Unternehmen derzeit konfrontiert sind“.

Die 22. Planungsfachkonferenz ist die erste, die als reines Online-Event stattfinden muss – aus den bekannten Gründen, die auch das Motto 

Flexibilität als Kernanforderung an die Planung – durch integrierte Forecasts und Simulationen für jedes Szenario vorbereitet sein

und die Vorträge befeuern. Die Präsentationen von Controlling-Experten aus verschiedenen Branchen wie Chemie, Versicherung, Pharma, Messe und Konsumgüter teilen daher wenig überraschend eine gemeinsame Stoßrichtung: Die Notwendigkeit der Transformation der Finanzfunktion weg von einer ehemals oftmals passiven (oder: reaktiven) Controlling-Abteilung hin zu einer proaktiven, agilen und strategisch agierenden Unternehmenssteuerung – und welche Herausforderungen diesen Weg säumen.

Die Unternehmenssteuerung muss agiler werden - oder: Große Erwartungen #1

Um den Begriff VUCA wird in den meisten Vorträgen ein wohltuend weiter Bogen gemacht, nichtsdestotrotz wird in fast allen Vorträgen schnell deutlich, dass das bald vergangene Jahr alle Branchen mit noch einer gehörigen Schippe Volatilität bedacht hat.

Was sich in den Anforderungen an die Rolle der Unternehmenssteuerung im Konzern wiederfindet – immer wieder wird deutlich, dass die Finanzfunktion stärker als zuvor als Sparringspartner der Unternehmensleitung wahrgenommen wird. Als solche muss sie valide Grundlagen für Entscheidungen liefern – Forecasts und Szenario-Simulationen – und das nach Möglichkeit ad hoc.

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Valsight ist im kommenden Jahr wieder bei der Planungsfachkonferenz dabei, um über neue Ansätze für die digitalisierte Unternehmenssteuerung zu debattieren. In der Zwischenzeit sind die Valsight-Experten natürlich nicht tatenlos, sondern auf verschiedene Weise anzutreffen: beispielsweise im Rahmen der CA controller akademie Fachtagung Unternehmensplanung am 15.12.2020 oder in den Webinaren Agiles Performance Management in der Praxis (mit Martina Thaler von Siemens Healthineers) oder Continuous Forecasting – Per Knopfdruck auf dem Laufenden (mit Gori von Hirschhausen und Johannes Osterwinter von PwC).

Die Unternehmenssteuerung muss digitaler werden - oder: Große Erwartungen #2

Das Corona-Jahr 2020 als VUCA-Katalysator schlägt sich – insofern folgerichtig – in den Anforderungen an digitale Lösungen im Controlling nieder. Um die gewünschte und benötigte Agilität auf die Straße zu bringen, sind die herkömmlichen Lösungen bekanntermaßen nicht mehr immer in der Lage – oder nur mit beträchtlichem Aufwand, den zu betreiben wiederum widersinnig wäre.

So erinnert beispielsweise Dominik Klehr (Horváth & Partners) in seinem Vortrag daran, wie in vielen Fällen mit großem Aufwand erstellte Planungen 2020 im Laufe weniger Wochen obsolet wurden. Was aber bedeutet das nun für Controlling-Software?

Was also tun? Enabling FP&A.

Der Werkzeugkasten für zeitgemäßes Controlling muss, mit den Worten Dominik Klehrs gesprochen, Enabler sein.

 

Auch wenn die Nomenklatur in den Präsentationen der Planungsfachkonferenz nicht vollkommen einheitlich war („Tool“, „App“, „Plattform“, „Software“, …) so ist doch Konsens, dass eine digitale Infrastruktur das Controlling in die Lage versetzen muss, den erhöhten Anforderungen bestenfalls nicht nur zu trotzen, sondern sie (über-) zu erfüllen. Das bedeutet konkret: Zeitgemäße Software-Lösungen müssen Controlling-Teams in die Lage versetzen

  • Forecasts ad hoc erstellen zu können,
  • wiederkehrende Prozesse weitestgehend zu automatisieren,
  • Unternehmensentscheidungen eine valide – aber anpassbare – Basis zu geben und
  • Multi-Szenarien berechnen und visualisieren zu können.
Eine Kurzumfrage vor der Mittagspause stellt überdies eine weitere große Herausforderung in den Fokus: Gut ein Drittel der Teilnehmer hält eine unzureichende IT-Unterstützung für ein massives Problem im Planungsprozess.
Eine Umfrage unter den Teilnehmern der 22. Planungsfachkonferenz von Horváth & Partners zeigt: Fast ein Drittel hadert mit zu großen manuellen Aufwänden und/oder IT-Support-Notwendigkeit bei der Planung

Eine Blitz-Umfrage unter den Teilnehmern der Planungsfachkonferenz offenbart: Fast ein Drittel ist bei der Planung in zu großem Maße abhängig vom Support der IT-Fachkräfte im Unternehmen – oder von einem Übermaß manueller Arbeit. Dies ist nur ein Grund, warum zeitgemäße Software-Lösungen einen starken Fokus auf die Bedienbarkeit legen muss.

Fazit: Die Key Success Factors auf dem Weg zur agilen Unternehmenssteuerung

Im Verlauf der Konferenz wird das Fazit klar: Lösungen gibt es. Doch wovon sind sie – und ob sie funktionieren – eigentlich abhängig? 

Die (teils mit eigenen Herausforderungen verbundenen) Schritte auf dem Weg zu einem digitalisierten, agilen, schlagkräftigen Controlling sind:

  • Eine eingehende fachliche Diskussion, um zu einer validen Datengrundlage – also den tatsächlichen Business-Treibern – zu kommen, und zwar auf der Ebene, auf der sie für das jeweilige Geschäftsmodell sinnvoll sind, beispielsweise auf Business-Unit-Ebene oder Production-Line-Ebene.

  • Cultural Change. Inklusive des Bewusstseins, dass es Schattenprozesse geben kann, während sich offiziell schon auf einen neuen Weg geeinigt wurde. Wandel geht nicht von einem Tag auf den anderen, sondern ist ein Prozess.

  • Radikaler Wandel in der Budgeting- und Forecasting Philosophie, insbesondere in Hinblick auf etwaige Zielkonflikte (Detailgrad vs. Tempo) oder die interne Definition von „Qualität“ (Qualität = Hoher Detailgrad? Oder: Qualität = Gute Entscheidung).

  • Schaffung einer konsolidierten und harmonisierten Datenbasis als Grundlage für Analysen, die tatsächlich Mehrwert bieten.

  • Verständnis der technischen Basis: Für die autonome und gewinnbringende Nutzung von Technologie sollen zwar bestenfalls Anwenderkenntnisse ausreichend sein. Dennoch ist es ein klarer Vorteil, sich mit der theoretischen und technologischen Basis der genutzten Software in einem Maße auszukennen, das ggf. qualifizierte Maneuverkritik zulässt.

  • Integration: Fachidiotie ist nicht hilfreich. Prozesse und Technologie müssen (sinnvoll) integriert sein, statt ’nebenbei‘ zu laufen.

Mehr Tipps und Insights von der Schnittstelle zwischen Controlling und Digitalisierung: im Valsight Blog.

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