Das Fachliche Frühstück #3 mit Maren Hartmann und der Weiterentwicklung der Finanzfunktion nach dem Sturm

Alle Startup-Welt trifft sich zu MeetUps, Lunch & Learns oder Business Breakfasts – nur ein kleines Berliner Startup trifft sich standhaft zum Fachlichen Frühstück. Das Prinzip Der Zaubertrank hat aber dasselbe Rezept: Gemeinsam voneinander und von anderen lernen und über Tellerränder linsen. Das geht übrigens remote auch ganz gut.

Fachliches Frühstück: Das Valsight Team frühstückt im Remote-Modus.


Jedes Fachliche Frühstück besteht aus einem Vortrag von einem Referenten aus den eigenen Reihen, einem Gast oder einer interessanten Präsentation von einem der einschlägigen Branchen-Events und aus der anschließenden Diskussionsrunde. Dieses Mal:

Maren Hartmann – „Segel setzen oder den Anker werfen? Die Weiterentwicklung der Finanzfunktion nach dem Sturm“

Das Stuttgarter Controlling & Management Forum ist längst fest im Branchenkalender verankert. Dass das Event aus den bekannten Gründen in der 34. Ausgabe rein online stattfinden musste, ist zwar schade – hat aber immerhin auch eine praktische Seite: Die zeitversetzte Auseinandersetzung mit den Inhalten ist einfacher.

In ihrem Vortrag zur Weiterentwicklung der Finanzfunktion rekapituliert Maren Hartmann, Senior Project Manager bei Horváth & Partner ein stürmisches Jahr – und fragt, im maritimen Duktus bleibend, nach der Rolle des Controllings: Anker werfen? Oder Segel setzen?

Robust navigieren – nicht detailliert!

Ihre Antwort ist klar: Die Segel setzen … aber eben „richtig“. Das Covid-Jahr 2020 war nicht der letzte Sturm, der sich die Finanzfunktion stellen muss. Sie muss sich – wenn noch nicht geschehen – für weitere Böen wappnen, Sicherheit dort schaffen, wo die traditionellen Navigationsinstrumente an ihre Grenzen gelangen.

Aber wie?

Durch einen Blick auf das Wesentliche – die tatsächlichen Geschäfts-Treiber -, durch das nutzerorientierte Vorantreiben der Digitalisierung und außerdem durch einen zentralen Sinneswandel: Geschwindigkeit vor Genauigkeit. Eine Forderung, die bei uns natürlich auf große Resonanz stößt – schließlich haben wir da schon etwas vorbereitet.

Aus Hartmanns Sicht müssen sich zudem die Agenda und die Rolle des CFOs wandeln. Ein Baustein dafür ist der ‚Continuous‘-Gedanke, also der gezielte Einsatz digitalisierter Navigationsinstrumente: SaaS-Lösungen für das Controlling, die die Transparenz und Effizienz steigern und möglichst weit automatisierte Dashboards, die viel der nach wie vor manuellen Reporting-Arbeit verringern.

Unter dem Titel „Prognosen und Szenariomodellierung verbessern“ erinnert Harmann an ein Phänomen, das 2020 viele Finance-Abteilungen hart getroffen hat:

„Wir haben gesehen, dass wir die sehr, sehr detaillierten Pläne, die wir oft auch bottom-up gemacht haben, getrost über Bord werfen konnten.“

Die oftmals detaillierte und mithin starre Basis haben es in vielen Fällen erschwert, aussagefähige Simulationen zu erstellen.

„Die Szenariomodellierung und die Planung werden zukünftig viel flexibler, weniger detailliert und dafür robuster sein müssen“

Die Fähigkeit, Szenarien zu modellieren und die funktionalen Treiber hier sinnvoll zu integrieren, sagt Maren Hartmann, wird zu einer Kernkompetenz der Finanzfunktion und muss in die Steuerungsprozesse eingebunden werden, übrigens auch unterjährig, so zum Beispiel bei der Bewertung von Investitionen, anderer Maßnahmen und denkbaren eintretenden Gegebenheiten.

Hier gibt’s den ganzen Vortrag:

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Maren Hartmann, Senior Project Manager, Horváth & Partner, 34. Stuttgarter Controlling & Management Forum, 2020:
„Segel setzen oder den Anker werfen? Die Weiterentwicklung der Finanzfunktion nach dem Sturm“